SC015: „Danger Zone“ und warum ich dich auch mal NICHT beim Schreiben unterstütze

Kennst du die Grenze von deiner Wohlfühlzone hin zu deiner „Danger Zone“, sprich, zu deiner emotionalen Gefahrenzone, bei deren Betreten dir so richtig mulmig wird und ein doofer, nagender Zweifelgedanke in deinem Kopf den nächsten jagt? Doch, doch hier geht es immer noch darum, wie du deinen entspannten und für dich passenden Weg ins Schreiben meisterst, nur unterstütze ich dich nicht in jedem Fall dabei. Jawohl, aus voller Absicht – und mit gutem Grund. ^.~

In der 15. Podcast Episode von Schreib Chaos, geht es darum, wie du deine Angst vor neuen Schreibprojekten, vor dem Schreiben deines Buches, deines Romans, deines Fachbuchs und dem Schreiben an sich überwindest. Ja klar, und natürlich gibt es auch wieder eine hübsch kleine Schreibübung dafür. ^_^

Schreib Chaos! – Shownotes Episode 15:

Folgende Situation:

Ich sitze zum zweiten Mal mit einer Klientin im Schreib Consulting. Die Stimmung ist entspannt und meine Klientin ist motiviert, hat ihre Aufgabe nach der vergangenen (unserer ersten) Sitzung umgesetzt und erzählt mir, dass sie bereits wisse, welche Aufgabe sie zum nächsten Mal machen will. Sie möchte endlich ihre Kurzgeschichte schreiben, die ihr gerade im Kopf herum spukt. Sie hat da voll Lust drauf und fühlt sich total wohl damit. Alles hübsch also. ^^

Mitten ins Schreib Chaos! Hol dir den Newsletter!Meine Antwort: „Nein, so machen wir das nicht.“

Gut, das klingt auf den ersten Blick vielleicht wie ein Schritt in die völlig falsche Richtung.

Wie gesagt. Auf den ersten Blick.

Anschließend habe ich dann in etwa das Folgende gesagt: „Wenn wir das jetzt so und hier in der Beratung verabreden, welchen Schritt bringt dich das weiter?“

Vielleicht nochmal so viel zum Kontext:

Meine Klientin hat schon einige Sachen geschrieben, vor allem kurze Sachen, nur der Roman war ihr noch nicht gelungen.

Wird dir mein Einwand jetzt verständlicher? ^.~ In unserer ersten Sitzung haben wir die Grundlagen für ihre Motivation und ihr Selbstverständnis geschaffen. Wie ihrem Wunsch für die nächste Hausaufgabe zu entnehmen war offenbar erfolgreich. ^^

Trotzdem hatte ich aber keinesfalls vor, sie nun unbeschwert einfach in ihrer frisch eingerichteten Wohlfühlzone zu lassen. Nope, ich war und bin mir sicher, da geht so was von noch mehr.

Deshalb habe ich zu ihr gesagt, „Wenn du das wirklich so machen willst, kann ich eigentlich auch gehen, denn dann brauchst du meine Hilfe nicht mehr und alles ist bestens.“

Ein nachdenkliches „Hm.“ folgte ihrerseits, worauf ich, wie folgt, reagierte:

„Oder wir gehen jetzt mal die Fragen und Themen in Sachen Schreiben an, die dir gerade so richtig Angst machen?“

Und um es kurz zu machen: Sie hat „Ja“ gesagt. ^^

Du brauchst Hilfer beim Schreiben oder beim Buchkonzept, dann reserviere dir dein kostenfreies Schreib-Kurs-Gespräch mit mir. ^^

Was ist Angst?

Angst resultiert ja aus einem Urinstinkt heraus, weil es besser ist, lieber einmal zu viel vor einem Säbelzahntiger zu flüchten als einmal zu wenig. ^^‘ Ja, da ging es tatsächlich um Lebensgefahr und das Überleben.

Warum aber haben wir Angst vorm Schreiben?

Schön, also die Sache mit der Lebensgefahr hält sich sowohl bei der Variante mit Zettel und Stift wie auch beider Variante mit Computer oder Schreibmaschine in Grenzen. (Politische Sachen klammern wir an dieser Stelle einfach mal aus – aber selbst da besteht ihr in Deutschland nicht wirklich eine Gefahr für Leib und Leben. ^^‘)

Warum aber kriegen wir diesen Bammel? Sagen uns selbst „Ich bin noch nicht bereit.“, „Das ist zu viel für mich.“ usw. ohne es wirklich ausprobiert zu haben?

Ganz einfach, die Menschheit hat sich schneller entwickelt, als die evolutionäre Anpassung an die Umwelt. Schau mal was allein in den Letzten 100 oder 10 Jahren passiert ist und wie wir unser Verständnis von der Welt verändert haben.

Unsere Gene und alles was so die Grundfunktionen unseres Körpers herstellt, hat sich über einen Zeitraum von mehreren 10.000 oder sogar 100.000 Jahren entwickelt. Und es kann durchaus eine ähnlich lange Zeitpanne dauern, bis sich die eine oder andere Grundkonfiguration zurückgebildet hat. ^^‘

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Mit anderen Worten, wir werden mit dieser heute „irrationalen“ Schutzfunkion der Angst einfach noch eine Weile Leben müssen. Dagegen können wir nichts tun.

Was wir aber machen können, ist – der Evolution sei Dank – die Zusammenhänge begreifen.

Eben nach dem Motto …

Feststellung: Aha, ich habe Angst? Bin ich in Lebensgefahr?

Reaktion im Normalfall: Huch, ähm, nicht wirklich. *puh! ^^* Ich will nur etwas machen, was ich bisher noch nie gemacht habe. Ich bewege mich alo auf „unsicheres“ Terrain. Oder wie es im Titel diese Episode so schön heißt: In die „Danger Zone“.

Und ja, wir sind immer noch bei der Frage, woher kommt eigentlich diese Angst vor dem Schreiben. ^.~ Ganz einfach, sie kommt daher, das wir etwas Neues wagen wollen, dass uns richtig erscheint. Und das ist gut. Ja, sogar großartig!

Und wie es sich gehört, reagiert unser Instinkt darauf mit einer Warnung.

Was Star Trek mit der Überwindung deiner Angst vor dem Schreiben zu tun hat ^^

Du brauchst Hilfe beim Schreiben oder für dein Buchkonzept? Dann reserviers dir ein kostenfreies Schreib-Kurs-Gespräch bei mir! ^^Falls du die Serien bzw. Filme rund um Star Trek kennst: Da gibt es neben dem „Roten Alarm“ auch noch den sogenannten „Taktischen Alarm“. Das ist ein Alarm, der nicht laut ist und nicht die sofortige Flucht oder Gegenwehr erfordert, sondern der einfach nur mitteilt: Konzentration! Da ist etwas! Obacht!

Genau das ist auch deine Angst vor dem Schreiben, vor einem neuen Projekt oder was auch immer du gerade angehen möchtest, dich aber nicht so ganz traust. Dein Instinkt sagt dir lediglich: Alarmbereitschaft, konzentriere dich, denn du weißt nicht, was auf dich zu kommt. – Kein Wunder, denn das hat das Neue nun einmal so an sich. ^.~

Was dieses Angstgefühl dir aber nicht sagt ist: „Los verschwinde! Mach dich schnell aus dem Staub und versteck dich! Hier herrscht Lebensgefahr.“

Nein, du befindest dich „nur“ in deinem Taktischen Alarmzustand und bist auf Erkundungsmission in deiner persönlichen Danger Zone.

Ist das nicht der Hammer?! ^o^

Und da sag noch einer, heute könnten wir keine richtigen Abenteuer mehr erleben. ^_^

Gut, ich weiß, diese logische Seite ist das eine. Etwas anderes ist es, wenn trotz aller Logik dein Inneres Bullshit TV wieder anspringt und du, anstatt dich auf dein Abenteuer zu konzentrieren die Apokalypse bereits live und in Farbe vor dir siehst.

In dem Fall hilft die nachfolgende kleine Übung, die dich rasch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und deinen Fokus auf das hier und jetzt und ein Projekt richten kann.

Mitten ins Schreib Chaos! Hol dir den Newsletter!Schluss mit der Dauerpanik beim Schreiben und ran an die Schreibübung ^.~

Also dann, hole einen Zettel und einen Stift heraus. ^^

Und jetzt denke mal daran, was dir gerade Angst macht, im Hinblick auf das Schreiben? Wobei fühlst du dich unwohl? Um was für ein Projekt handelt es sich?

Hast du es vor Augen? Wenn du möchtest, fasse es kurz für dich zusammen.

So, sehr schön. Und jetzt kommt der Teil mit der Rückführung zur Bodenständigkeit. ^_^

Schreibe jetzt mal so richtig alles auf, was schief gehen kann. Übertreibe, überspitze und beweise dich jetze mal in Fantasie. Ja, ja, los ,los! ^o^

Du brauchst Hilfe beim Schreiben oder für dein Buchkonzept? Dann reserviers dir ein kostenfreies Schreib-Kurs-Gespräch bei mir! ^^Doch, klar! Natürlich kannst du das! Wer Angst vor einem Stift und ein bisschen Papier hat, wird bestimmt auch davon gebissen oder schneidet sich daran! ^^‘ Und dann entzündet sich das Ganze, der Arm muss dir abgenommen werden und vorbei ist es mit deiner Schreibhand. o.O

Oder vielleicht noch ein anderes Szenario als Beispiel: Stell dir vor, du bist gerade beim Schreiben, hängst deinen Gedanken nach und ein Einbrecher kommt zu dir in die Wohnung, ja und du kriegst es gar nicht mit – oder erst zu spät und – ähm – gut in dem Fall greift dann die Regel für den Roten Alarm: „Zur Wehr setzen, flüchten und verstecken.“ ^^‘

Also, mach das ruhig mal, gerade, wenn sich deine Unsicherheit schon so richtig manifestiert hat und zu eine Art Dauerzustand geworden ist.

Setze das, was du machen willst, in eine möglichst weit hergeholte und schön absurde Relation, dass du nur den Kopfschütteln und „Was für ein Unfug!“ sagen kannst.

Dann schau dir noch einmal das an, was du vorhast, und ob das bei deiner gnadenlosen Panik-Alarmstufe auch nur Ansatzweise so wünschenswert ist, wie das, was du eigentlich erreichen willst: zum Beispiel einfach nur Schreiben. ^^

 

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Du hast mehr offene Fragen zum Schreiben als dir lieb ist? Oder ein sehr konkretes Problem? Dann lass uns plaudern! ^o^

Reserviere dir ein kostenfreies Video-Gespräch mit mir. Hier schauen wir beide dann einfach mal zusammen via Video-Chat, wie ich dir in deiner konkreten Lage helfen und dir eine Abkürzung auf deinem Weg ins Schreiben zeigen kann. ^.~

Termin für Schreib Chaos! Kurs-Gespräch mit Platti Lorenz

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