SC010: Die zwei Denkfehler über die richtige Zeit, um mit dem Schreiben anzufangen

Bin ich zu jung und unerfahren? Oder schon zu alt, um noch etwas Neues anzufangen? – Fragen über Fragen. In der 10. Podcast-Episode von Schreib Chaos kläre ich mit dir, wann die beste Zeit und das beste Alter ist, um mit dem Schreiben zu beginnen. ^^

Freue dich auf eine sehr persönliche Podcast-Episode, mit einigen elementaren Gedanken über das freie Schreiben und eine Schreibübung, die dir eine andere Sicht auf die Dinge eröffnen wird. ^.~

Schreib Chaos! – Shownotes Episode 10:

Die Idee zu dem heutigen Thema kam mir durch einen Vorfall im Bekantenkreis …

Die Frau von einem Bekannten ist vor einigen Wochen sehr plötzlich uns sehr schwer erkrankt. Ich selbst kenne sie nicht persönlich, weiß aber so viel, dass sie eine echte Powerfrau gewesen ist. Bis zu diesem total Ausfall. Izwischen geht es ihr zum Glück wieder besser, vieles hat sich merklich entschleunigt, doch sie wird langsam stabil. Aber ein „Weiter wie bisher“ wird es trotzdem nicht geben.

Was aber hat so etwas Privates mit der richtigen Zeit zu tun, zu welcher „man“ mit dem Schreiben beginnen sollte?

Frei schreiben: Wie anfangen? - So geht's!

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Als dieser Vorfall noch sehr frisch war – quasi gerade erst passiert – stand auch mein Bekannter (dessen Frau dies zugestoßen ist) ebenfalls unter Schock. Kein Wunder, denn er selbst war diesbezüglich ja auch nur hilflos. – Das erinnerte mich sehr daran, wie es mir gegangen ist, kurz nachdem meine Mutter so unerwartet verstorben war.

Was mir an der Reaktion meines Bekannten allerdings aufgefallen war, ist die Sorge, dass man im Ruhestand doch eigentlicht hatte reisen wollen. Und dass im Haus noch renoviert werden sollte, und das dies und jenes nicht mehr gehen würde, wenn man den Ärzten glauben schenkt.

Das ist etwas, das ich hier und da immer wieder beobachte. Dieses Planen für den Ruhestand oder für das „Später habe ich noch ganz viel Zeit“. (Zum Beispiel für das Schreiben.)

Noch ein anderes und eigenes Beispiel, diesmal mit näherem Bezug zum Schreiben ^^

Ich war vor einer geraumen Weile bei einer Freundin im Schreibkurs als Gastrednerin zu Gast. Und flapsig wie ich bin, habe ich da so einen Satz rausgehauen wie in etwa: „Moin, ich bin Platti, ja und ich habe relativ spät mit dem schreiben angefangen. Das war so in etwa kurz vorm Abi.“

Für den Fall, dass du jetzt über 20 bist und dich nur fragst, „Was genau hat die Frau für ein Problem?“, dann geht dir damit wahrscheinlich genau das Gleiche durch den Kopf wie den Teilnehmerinnen in dem Schreibkurs (allesamt übringens mindestens ein paar Jahre älter als ich und Schreibanfängerinnen).

Aber es ist, wie es ist. Zu dieser Zeit habe ich mit mir durchaus immer wieder gehadert, wenn mir mal wieder eine junge Teenie-Autorin oder eine junger Teenie-Autor mit einem „grandiosen Debütroman“ – sei es digital oder analog – begegnet ist. Ich habe meinen Debütroman „von Bitterweg“ 2014 als Indie-eBook selbst herausgebracht und – damals wie heute – Unmengen von Ideen für Bücher und Geschichten in der Schublade. Und mir stellte sich schon da ernsthaft die Frage, wie ich das alles, nachdem ich doch so spät angefangen hatte noch realisieren sollte. Zumal die Ideen ja nicht wirklich weniger wurden. ^^‘

Erst diese Reaktion der Frauen in dem Schreibkurs machte mir deutlich, welchem Denkfehler ich da eigentlich unterlegen war. Und noch eines anderen Denkfehlers wurde ich mir erst vor einem guten hablen Jahr bewusst.

Wenn wir nach dem richtigen Zeitpunkt für das Anfangen mit dem Schreiben fragen, unterliegen wir zwei Denkfehlern.

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Wir glauben, dass das Scheiben oder gutes Schreiben von unserem Alter abhängt.

Es gibt ja so Glaubenssätze, wie dass man erstmal ein gewisses Alter und einen gewissen Erfahrungsschatz haben muss, um „gut“ zu schreiben. Andererseits gibt es Zwanzigjährige, die mehr Lebenserfahrung und Emphathie haben als so manche Achtzigjährige.

Ähnlich ist es mit dem Glaubenssatz, der ja schon so manche Dreißigjährigen befällt. „Ich bin zu alt, um das und das noch anders zu machen oder diese oder jenes Neues anzufangen.“

Ich denke, das einzig Sinnvolle, das man da machen kann, ist, dass man vielleicht bereut, etwas „noch“ nicht gemacht zu haben, und anschließend ins Tun zu kommen, um dieses Problem entsprechend zu beheben. Das gilt besonders, wenn dir etwas sehr, sehr wichtig ist. – Sprich, wenn dir das Schreiben sehr wichtig ist. ^.~

Fazit: Der richtige Zeitpunkt mit dem Schreiben anzufangen beginnt, da sobald du schreiben kannst, und endet, wenn du stirbst.

2. Denkfehler:
Wir glauben, dass, weil andere es so und so gemacht haben, wir es auch so und so machen müssen.

Die Folge, wenn wir es nicht so und so machen: Wir fühlen uns falsch und letztendlich auch schlecht.

Aber es gibt eine ganz einfache Möglichkeit, wie du dieses Falschfühlen beenden kannst.

Hör auf dich zu vergleichen. Du gehst nicht den Weg der anderen, sondern deinen eigenen.

Und, ja wirklich, seit ich mir das regelmäßig ins Gedächtnis rufe, geht es mir bei der Arbeit an meinen eigenen Projekten weitaus besser. Du siehst, dieser Denkfehler lässt sich also nicht nur auf das Schreiben beschränken. ^^

Es wird Zeit, diese beiden Denkfehler, mal mit einer kleinen Schreibübung zu beheben!

  1. Atme ein paar mal tief ein und aus. …. Und stell dir vor, wo oder in welcher Lebenslage du dich in genau 10 Jahren siehst.
    Ja, ich weiß, das kann – völlig unabhängig von deinem Alter – echt gruselig sein, aber es hilft dir das, was heute, morgen, nächste Woche oder nächstes Jahr geschieht, in eine – ich nenne es mal – Relation zu setzen. ^^
  2. Atme gerne noch ein paar mal tief ein und aus. Denk daran, an welchem Ort du sein wirst. Was du machen wirst. Welchem Beruf du nachgehen wirst. Wohin du reisen wirst. Wie du selbst dich als Persönlichkeit entwickelt haben wirst.
  3. Schreibe es auf. Schreibe auf, wie du dich in 10 Jahren siehst und beschreibe dein Leben und die Umstände in denen du leben wirst. Vielleicht hast du große Freude an dem, was du tust. Vielleicht hast du Familie oder schon Enkelkinder. Vielleicht hast du beruflich eine völlig neue Richtung eingeschlagen. Vielleicht bist du berühmt und in dem, was du tust erfolgreich. …
    Lass deine Fantasie  ruhig spielen. Und denke lieber ein paar Nummern größer als zu klein. Auch in dieser Übung heißt es wieder:

Realistisch ist relativ. Denn realistisch ist das, was du als möglich betrachtest. Im schlimmsten Fall ist es Science Fiction.

In diesem Sinne, wenn du diese Übungen für dich gemacht hast, schreibe mir gern einen Kommentar mit deinen Erfahrungen unter diesen Artikel oder schreibe mir eine Mail an post@plattilorenz.de und verbinde dich mit mir auf Instagram. ^^

Ach ja, für den Fall, dass du diesen Blog hier nicht nur einmal, sondern in Zukunft regelmäßig lesen willst, dann trage dich unbedingt hier auf meiner Mailing-Liste für den „Schreib Chaos!“-Newsletter ein. ^.~

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Termin für Schreib Chaos! Kurs-Gespräch mit Platti Lorenz

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