SC008: Reflektiert und reflektierend: Zwei Varianten des Schreibens

Braucht man einen Plan zum Schreiben oder ist es besser die Gedanken einfach laufen zu lassen und drauf los zu schreiben?

Dieser Frage gehen wir in Schreib Chaos! Episode 8 auf den Grund! ^^ Gemeinsam mit dir stelle ich beide Schreibmethoden auf den Prüfstand. Außerdem gibt’s am Ende dieser Folge wieder eine Übung, in der du deinen eigenen Werkzeugkoffer in Sachen Schreiben mit etwas Handwerkszeug befüllen kannst. ^_^

Schreib Chaos! – Shownotes Episode 8:

Die einen sagen, schreiben geht nicht ohne Plan und konzept. Die anderen meinen, das echte Kreativität nur aus dem Schreiben aus dem Bauch heraus kommen. – Ja, aber wie ist das denn nun in der Praxis?

„Reflektiert“ oder „reflektierend“ schreiben – Was hat es damit auf sich?

Beide Begriffe „reflektiert“ und „reflektierend“ klingen auf den ersten Blick sehr ähnlich, bedeuten allerdings keineswegs das Gleiche – das gilt besonders, im Hiblick auf das Schreiben.

„Reflektiertes Schreiben“ ist geplantes oder bewusstes Schreiben.

Mitten ins Schreib Chaos! Hol dir den Newsletter!Wenn du gerne reflektiert schreibst, dann weißt du vor dem schreiben, was du schreiben willst und überlässt nicht mehr als nötig dem Zufall. Es ist Quasi das Schreiben nach einem festen Konzept oder nach To-Do Liste. Oft hast du hierbei auch eine bestimmte Zielgruppe vor Augen. Daher verwende ich persönlich diese Herangehensweise bei Informationstexten, wie News oder anderen Formen der Berichterstattung. Das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten fällt sehr oft auch in diese Kategorie. Genauso können auf diese Weise aber auch Romane (z.B. Kimis), Sachbücher und noch ganz andere Texte und Geschichten geschrieben werden.

„Reflektierendes Schreiben“ ist suchendes oder nachdenkendes Schreiben.

Für den Fall, dass du lieber reflektierend Schreibst, dann schreibst du für gewöhlich eher nicht wirklich nach einem Plan. Viel mehr hast du bestenfalls eine grobe Idee und lässt dich beim Schreiben von deinen Gedanken überraschen. Es ist also das Schreiben ohne Konzept und im Grunde das, was da Intuitive am Schreiben so ausmacht. Ich bediene mich dieser Methode sehr gerne beim kreativen schreiben, aber auch beim Bloggen. Es was für mich – und das ist es auch für viele anderer und vielleicht auch für dich – das klassische Einstiegsschrieben, bei dem du dir über solche Dinge wie Genres oder literaturwissenschaftliche Ansprüche keine großen gedanken machst. Es geht nur ums Schreiben, den Spaß daran und hin und wieder auch das, was am Ende dabei herauskommt. ^.~Du brauchst Hilfe beim Schreiben oder für dein Buchkonzept? Dann reserviers dir ein kostenfreies Schreib-Kurs-Gespräch bei mir! ^^

Wieviel Schreiben nach Plan und wieviel frei drauf los braucht es beim Schreiben in der Praxis?

Ich selbst arbeite inzwischen mit diversen Mischformen, wenn es um die Planung beim Schreiben und das Ausleben kreativer Impulse geht.

Meine Romane plane ich z.B. mittlerweile grob vor, wobei ich mir zwischen den einzelnen „Meilensteinen“ viel Freiraum lasse und hin und wieder auch die Planung ändere oder anpasse.

Wenn es an News und informative Texte geht, ist da eher anders rum. Da kann es nämlich durchaus helfen, nicht alles konsequent für’s Schreiben vorzuplanen. Das kann den eventuel eher trockenen Text etwas auflockern und gerade bei informativen oder Sachtexten die Lesbarkeit erheblich unterstützen. Also Lesbarkeit in dem Sinne, dass die Texte interessant zu lesen sind und nicht einfach nur Wissen aneinanderreihen. (Heute nennt sich so etwas im Übrigen auch „Infotaiment“. ^^)

Ab in die Praxis:
Was liegt dir am besten: Reflektiertes oder reflektierendes Schreiben?

Heute darfst du dich mal über eine zweiteilige Übung freuen. Und ja, Sinn und Zweck dieser Übung ist wirklich, dass du beide Aufgaben erledigst, auch wenn dein Steckenpferd vielleicht nur eine der beiden Schreibmethoden darstellt. In dieser Übung geht es nämlich darum, deinen methodischen Werkzeugkasten in Sachen Schreiben mal mit etwas Handfesten zu füllen. Immerhin geht es bei diesem Podcast ja darum, dass du ins Schreiben kommst und dir hier etwas Nützliches mitnimmst. ^.~

1. Reflektiertes Schreiben:Mitten ins Schreib Chaos! Hol dir den Newsletter!

  1. Wähle eine Situation oder Begebenheit oder ein Ereignis, dass dir in den letzen eins, zwei Wochen widerfahren ist.
    Hinweis: Wenn du es nicht gewohnt bist auf diese Art zu schreiben, kann der Bezug zu deiner persönlichen Erfahrung dir bei der „Planung“ des Textes helfen, eben weil es ja so passiert ist. Wir gehen es hier also einfach mal ganz bodenständig an. ^.~
  2. Wenn du möchtest, mach für dich vor dem Schreiben gerne ein paar Notizen, z.B. mit Infos, die unbedingt in den Text sollten oder um die Reihenfolge abzustecken.
  3. Schreibe über das, was dir passiert ist, wie es dir ergangen ist, wie es deinen Mitmenschenergangen ist, wo es passiert ist usw.
    Eine Anmerkung schon einmal vorweg:
    Es muss kein Bestseller sein, sodern soll nur eine Übung werden. Wenn dir diese Art des Schreibens ungewohnt ist oder dir nicht behagt, ist das völlig okay. Wichtig ist nur, dass du dich einfach mal dieser Schreiberfahrung aussetzt und den Unterschied zum reflektierenden Schreiben kennenlernst. (Zu wissen, etwas nicht zu wollen, kann nämlich eine sehr praktikable Form des Lernens sein. ^_^)

2. Reflektierendes Schreiben:Du brauchst Hilfe beim Schreiben oder für dein Buchkonzept? Dann reserviers dir ein kostenfreies Schreib-Kurs-Gespräch bei mir! ^^

  1. Wähle dir ein Thema aus, das dich in den letzen eins zwei Tagen beschäftige hat oder dich schon länger, aber auch jetzt im Augenblick beschäftigt.
  2. Nimm dir Zettel und Stift zur Hand und schreibe auf, was dir zu diesem Thema einfällt. Folge deinen Gedanken und schreiben auch die Ideen nieder, die dir völlig unplanmäßig beim schreiben kommen. Mach dich locker! Hier geht’s nämlich darum, dass du dich vom Schreibprozess und deiner Intuition leiten und hin und wieder überraschen lässt. ^.~
    Auch hierzu noch eine Anmerkung:
    Wenn du sonst sehr viel mit Konzept und festen Vorstellungen beim Schreiben gearbeitet hast, kann diese Übung durchaus ungewohnt sein. Aber auch hier gilt – wie beim reflektiertem Schreiben – das ist okay, doch es ist wichtig, dass du einfach Mal diese Erfahrung machst und dir der kleinen aber feinen Unterschiede bewusst wirst. ^^

In diesem Sinne, wenn du diese Übungen für dich gemacht hast, schreibe mir gern einen Kommentar mit deinen Erfahrungen unter diesen Artikel oder schreibe mir eine Mail an post@plattilorenz.de und verbinde dich mit mir auf Instagram. ^^

Oh, und auch das ist noch gaaanz wichtig! Wenn dir dieser Podcast gefällt, dann bewerte ihn auf iTunes, damit er von noch mehr Menschen gefunden werden und ihnen bei ihrem intuitiven Weg ins Schreiben helfen kann! ^o^

Du hast noch mehr offene Fragen rund ums Schreiben?
Dann lass uns plaudern! ^o^

Reserviere dir ein kostenfreies Kurs-Gespräch mit mir. Hier schauen wir dann einfach mal via Video-Chat, wie ich dir in deiner konkreten Lage helfen und dir vielleicht sogar eine Abkürzung auf deinem Weg ins Schreiben zeigen kann. ^.~

Termin für Schreib Chaos! Kurs-Gespräch mit Platti Lorenz

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